Pause mit heißem Kakao
Sonnenaufgang über dem verschneiten Klarälven

Nicht nur die Natur öffnet sich. Auch die Menschen scheinen nun richtig in ihrem Element zu sein. Überall erleben wir Betriebsamkeit und Bewegung, wo wir im Sommer eher Einsamkeit und Ruhe antrafen.

Der Eksberget wird Skipiste, an seinem Fuß trainiert man Langlauf und Biathlon und auf dem Eisfeld der Schule messen schon vor der ersten Stunde Halbstarke ihre Kräfte beim Spiel mit dem Puck.

Für uns ist sicher, Winter, das ist hier keine Jahreszeit sondern ein wohlige, gemütliche und gleichzeitig sehr aktive Lebensart. Wir freuen uns schon auf den nächsten Schnee.

Bei unserem ersten Besuch – im Oktober 2019 – hat uns der große, zylindrische Ofen im Zimmer Bär in seinen Bann gezogen. Wir hatten gehofft, dass wir diesen restaurieren und nutzen könnten.

Leider war bei seiner Stilllegung so konsequent gearbeitet worden, dass wir uns von dieser Vorstellung verabschieden mussten. Doch den Traum von einem warmen Kamin in dem großen alten Klassenzimmer wollten wir nicht aufgeben.

Zusammen mit dem Ofenbauer aus Sunne fanden wir einen Kacheloffen, der von der Größte gut den Platz des Metallriesen einnehmen konnte. Als Kachelofen bietet er nicht nur einen schönen Blickfang, sondern auch die Möglichkeit das Zimmer komplett zu heizen.

Der alte zylindrische Ofen im Zentrum des Raumes
Der neue Ofen ist aufgestellt und gemauert. Das war richtig viel Arbeit
Gekachelt sieht der Ofen schlicht und edel aus. Außerdem speichert er die Wärme über Stunden und Tage.

Der Körper des neuen Ofens besteht aus Betonsteinen. Diese sind mit Lüftungskanälen durchzogen und stellen so einen guten Kamineffekt sicher und führen die Wärme tief ins Gestein, wo sie lange gespeichert wird.

Am dunkelsten Tag des Jahres – um den 20. Dezember – haben wir nur 5:49 Stunden Tageslicht und dafür rund 18 Stunden Dunkelheit. Hier draußen gibt es kaum Emissionen von Städten oder großen Anlagen. Dunkel ist also dunkel.

Damit es unsere Gäste und wir trotzdem schön und gemütlich haben, haben wir die komplette elektrische Anlage warten lassen und vor allem die Außenbeleuchtung verbessert. Natürlich möchten wir es nicht taghell haben – aber die Wege und Flure sollen schon sicher und sichtbar sein.

Außerdem haben wir auch auf dem Parkplatz für weitere Stromanschlüsse gesorgt, damit wir z. B. unseren schönen Tannenbaum beleuchten können.

Der Weg zur Wohnung Wolf ist jetzt gut beleuchtet.
Gerade vorm Lager ist Beleuchtung im Winter wichtig. Sonst finden wir die Pellets nichts.
Auch im Lager ist es schön hell. So haben wir auch bei Dunkelheit Zugriff auf alle Materialien.

Hallenleuchter und Außenlampen sind im schwedischen Stil gehalten. Denn die Seele der alten Schule zu bewahren ist uns ein großes Anliegen.

Die Herbstferien waren für Sarah und Jan die optimale Möglichkeit einer Kurzreise in unser Gästehaus. Lange war leider nicht sicher, ob es klappen würde, denn die Corona-Fallzahlen begannen in beiden Ländern wieder zuzunehmen.

Bei aller Begeisterung für den Kurztrip: In ein Risikogebiet wollten die beiden mit ihren Kindern natürlich nicht fahren. Um so erfreulicher war dann die Nachricht für uns: Wir kommen! Mit der Fähre von Frederikshavn nach Göteborg. Dann weiter über Land.

Die Freude endete leider abrupt am Tag der Anreise: „Guten Morgen, hatten kurz vor Kolding einen Wildschaden“. Damit schienen die Herbstferien erstmal gelaufen zu sein. 

Aber Sarah und Jan wollten nicht einsehen sich die so herbeigesehnten Ferien – die ersten richtigen im Corona-Jahr 2020 nehmen zu lassen. Wieder daheim fassten sie einen neuen Plan: Mit dem Zweitwagen von Kiel nach Göteborg. Im Nachhinein stellten sie fest, dass sie diese Route direkt hätten nehmen sollen. Denn der Urlaub begann für die Familie tatsächlich beim verlassen ihres Passats auf dem Autodeck.

Endlich auf dem Weg. Mit der Stena-Line von Kiel der entspannteste Weg
Tagsüber gibt es Futter für die Elche im Moospark
Und abends dann Würstchen für die Gäste

Auch wenn die Reise jetzt kürzer war: Die Vier genossen jede Minute.

Mit mehreren Ausflügen zum Bratfallet. Dort hatten sie das Glück einen Arbeiter zu treffen, der mit dem Bagger das Staubecken reinigte. Er erklärter ihnen genau, wie das mit der Stromerzeugung funktioniert.

Sie besichtigen den Elchpark und bestaunten dort die beeindruckende Körpersprache des Guides, der ihnen so auf humorvolle und eindrucksvolle Weise die Geheimnisse des König des Waldes offenlegte.

Und natürlich durfte auch der Lagerfeuerabend nicht fehlen. Wir hatten extra für die dunkleren Herbsttage 5 Petroleumlampen aufgehängt, um eine urige Stimmung im Tipi zu erzeugen. Außerdem schmeckt das Bratwürstchen besser, wenn man es sehen kann.

Die Kinder waren fast immer den ganzen Tag draußen. Zwischendurch genossen sie eine Runde mit der Spielekonsole auf unseren neuen Fernsehbildschirmen oder spielten zusammen mit der Familie eine Runde Uno. Aber sobald es die Chance gab mit einer unserer Töchter den Garten unsicher zu machen waren sie dabei.

So war es am Tag der Abreise nicht verwunderlich, dass Tränen flossen. Nach all‘ der Aufregung, der Anstrengung und den Sorgen war Anneberg Guesthouse genau das Richtige für den Familienurlaub. Wir freuen uns: Die vier wollen gerne wieder kommen.

Der August endet mit großartigem Wetter – aber ohne Gäste. Alle Appartements sind für einige Tage leer. Auf diesen Zeitpunkt haben wir gewartet um endlich notwenige Erneuerungen vorzunehmen.

Dabei setzen wir vor allem um, was uns die Rückmeldungen der Gäste empfehlen:

  • Beschleunigung und Stabilisierung des Internetanschlusses
  • Funktionierende TV-Geräte mit externem Empfang (bisher gab es nur DVDs)
  • Bessere Möglichkeiten die Heizungen in den einzelnen Zimmern zu steuern

Die Notwendigen Maßnahmen haben wir schon lange mit den Fachleuten von Euronics und Bergsäng Rör AB besprochen. Nun kann es losgehen.

Die neuen Thermostate regeln den Wasserzufluss anhand der Zimmertemperatur.
Die neuen TV-Geräte sind mit der Antenne und über W-Lan verbunden.
Mit einer externen LTE-Antenne und Verstärkern im ganzen Haus ist die Internetverbindung deutlich stabiler

Am Ende der Woche haben wir die alten Röhrenfernseher gegen smarte Flachbildgeräte getauscht. Diese sind an die Antenne angeschlossen und ermöglichen den Empfang einiger schwedischer Sender.

Das LTE-Basierte Internet konnten wir dank eines externen Empfängers um den Faktor 5 beschleunigen (20Mbit/s im downstream). Außerdem haben wir überall im Haus Repeater installiert, so dass es keine Funklücken mehr geben sollte.

Einen Großteil der Thermostate haben wir auswechseln lassen. Die neuen Thermostate halten weitgehend selbständig die Raumtemperatur. Gerade im Winter kann man nun also jeden Raum so heizen, wie es erforderlich ist.

Kurz nach dem Auspacken
Fast fertig
Mit Feuerstelle
Für Abende mit Musik
und Lagerfeuerküche

Das es so schnell gehen würde haben wir nicht gedacht. Wir haben noch nichtmal die Betten aufgebaut, da bekommen wir die erste Buchung über Booking.com.

Für den selben Tag. Mit Frühstück.

Unsere Gäste sind zwei Schweden auf Geschäftsreise. Als wir uns entschuldigen, dass wir leider nur Englisch sprechen weil wir gerade erst hergezogen sein, ist das kein Problem. Sie heißen uns herzliche in Schweden willkommen. Das müsse sehr aufregend für uns sein.

 

Die Bewertung am nächsten Tag haut uns vom Hocker

Välstädade rum med allt man behöver, samt en rejäl och god frukost! Mycket trevligt värdfamilj som var mycket tillmötesgående och supertrevliga!

Es geht los
Geschafft. Auf der Fähre
Auf dem Weg nach Oslo
Erstes Weihnachtsfest im Gästehaus
Erster Schultag in Ekshärad