Damit hatten unsere Gäste aus Nordrhein-Westfalen nicht gerechnet: Nach einem herrlichen Herbsttag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel wurden sie am ersten Morgen ihres Aufenthalts vom Schnee begrüßt.

Es war zwar nur eine dünne Schicht – aber die Landschaft hatte sich komplett verwandelt. Schnell war der Tagesplan gefasst:

  1. Schneemann bauen
  2. Über die zwei Gipfel in Ekshärad wandern

Der Schneemann war schnell gebaut. Die Temperaturen lagen über 0°C und so pappte der Schnee schön fest. Am Ende rundeten noch einige Utensilien des Gästehauses den Gesellen ab.

Der Schnee ist pappig. Da dauert es nicht lange, bis das Gebilde steht.
Wir setzen als erste Menschen unsere Spuren in den Neuschnee. (Theo natürlich auch).
Rund um den Ekesberget gibt es viel zu bestaunen und auch einiges zu lachen.

Die Wanderung über die två toppen dauerte schon ein wenig länger. Zumal Steine, Holzplanken und Brücken unter der dünnen Schneeschicht spiegelglatt waren und nur sehr vorsichtig begangen werden konnten. Dies sollte aber dem Spaß keinen Abbruch tun. Ganz im Gegenteil. Die jüngeren Wanderer nutzten die rutschigen Oberflächen für kleine „Moon-walk“ Einlagen oder Schlitterpartien.

Die älteren genossen es die ersten Fußstapfen in die weiße Schneedecke zu setzen, die vor ihnen nur ein paar Vögel und Kleintiere betreten hatten. Ein besonderes Erlebnis war der Surroundsound im Tal: Zur Stille, die einen das Blut rauschen hören lässt, kam jetzt noch die dumpfe Dämpfung der Schneepracht. So mischte sich die optische Weite der Landschaft mit der akustischen Rückmeldung einer Warmhaltekanne.

Für die 7,5km brauchten wir gute 2h. Allerdings haben wir uns auch einen kleinen Abstecher zur Stabkirche erlaubt.

Insgesamt für alle ein beeindruckender Tag.

Die Herbstferien waren für Sarah und Jan die optimale Möglichkeit einer Kurzreise in unser Gästehaus. Lange war leider nicht sicher, ob es klappen würde, denn die Corona-Fallzahlen begannen in beiden Ländern wieder zuzunehmen.

Bei aller Begeisterung für den Kurztrip: In ein Risikogebiet wollten die beiden mit ihren Kindern natürlich nicht fahren. Um so erfreulicher war dann die Nachricht für uns: Wir kommen! Mit der Fähre von Frederikshavn nach Göteborg. Dann weiter über Land.

Die Freude endete leider abrupt am Tag der Anreise: „Guten Morgen, hatten kurz vor Kolding einen Wildschaden“. Damit schienen die Herbstferien erstmal gelaufen zu sein. 

Aber Sarah und Jan wollten nicht einsehen sich die so herbeigesehnten Ferien – die ersten richtigen im Corona-Jahr 2020 nehmen zu lassen. Wieder daheim fassten sie einen neuen Plan: Mit dem Zweitwagen von Kiel nach Göteborg. Im Nachhinein stellten sie fest, dass sie diese Route direkt hätten nehmen sollen. Denn der Urlaub begann für die Familie tatsächlich beim verlassen ihres Passats auf dem Autodeck.

Endlich auf dem Weg. Mit der Stena-Line von Kiel der entspannteste Weg
Tagsüber gibt es Futter für die Elche im Moospark
Und abends dann Würstchen für die Gäste

Auch wenn die Reise jetzt kürzer war: Die Vier genossen jede Minute.

Mit mehreren Ausflügen zum Bratfallet. Dort hatten sie das Glück einen Arbeiter zu treffen, der mit dem Bagger das Staubecken reinigte. Er erklärter ihnen genau, wie das mit der Stromerzeugung funktioniert.

Sie besichtigen den Elchpark und bestaunten dort die beeindruckende Körpersprache des Guides, der ihnen so auf humorvolle und eindrucksvolle Weise die Geheimnisse des König des Waldes offenlegte.

Und natürlich durfte auch der Lagerfeuerabend nicht fehlen. Wir hatten extra für die dunkleren Herbsttage 5 Petroleumlampen aufgehängt, um eine urige Stimmung im Tipi zu erzeugen. Außerdem schmeckt das Bratwürstchen besser, wenn man es sehen kann.

Die Kinder waren fast immer den ganzen Tag draußen. Zwischendurch genossen sie eine Runde mit der Spielekonsole auf unseren neuen Fernsehbildschirmen oder spielten zusammen mit der Familie eine Runde Uno. Aber sobald es die Chance gab mit einer unserer Töchter den Garten unsicher zu machen waren sie dabei.

So war es am Tag der Abreise nicht verwunderlich, dass Tränen flossen. Nach all‘ der Aufregung, der Anstrengung und den Sorgen war Anneberg Guesthouse genau das Richtige für den Familienurlaub. Wir freuen uns: Die vier wollen gerne wieder kommen.

Wir starten in Fastnäs
In Ekshärad sind Kanufahrer unter sich
Der Sandstrand ist eine ideale Einsetzstelle
Hier geht es ins Bibertal
Värmland im Sommer
Eindrucksvolle Wege durch Moorlandschaften
Gut angelegte Wege - da haben alle, die selber laufen können ihren Spaß

Schnell ist die Hütte erreicht. Ein alter Bauernhof, der nun als Schutzhütte genutzt wird. Ein paar Wanderer kochen sich hier gerade ihr Mittagessen auf einem Gaskocher.

Es ist genügend Platz für alle – und so machen auch wir eine kurze Rast. Besonders die jungen Damen freuen sich über die saubere Toilette am Ende der Lichtung. Nun geht es heimwärts. Diesmal bergauf. Die Steigungen sind jedoch schnell überwunden und nach gut 3 Stunden erreichen wir wieder den Ausgangspunkt.

Zum Abschluss gibt es noch Burger in Torsby.

Die Hütte ist offen und kann anscheinend auch zum Schlafen verwendet werden
Kurz mal die Lage checken
Die Wege sind sehr gut beschrieben
Mona und Flicka: Ein Herz und eine Seele

Am Montag geht es los. Wir haben noch die Möglichkeit die Kinder zu ihren Zelten zu begleiten.

Ein Buckelfass darf auf einer echten Ranch nicht fehlen
ciaequid cum patquon sciis …
ciaequid cum patquon sciis …